MODUL 6: EUROPÄISCHES WIRTSCHAFTSRECHT
Lernsituation 2: Verbraucherschutz und Produkthaftung
Zeitaufwand: 5 Stunden
Kurzbeschreibung der Lernsituation
Herr Seller arbeitet im Verkauf bei der Ernst Horstkötter GmbH. Heute Morgen hat er einen Brief erhalten, in dem ein Kunde, der ein Produkt der Firma in einem polnischen Supermarkt gekauft hatte, sich über gesundheitliche Probleme nach dem Verzehr dieses Produktes beschwert. Wegen dieser gesundheitlichen Probleme wurde er im Krankenhaus behandelt. Die Kosten der Behandlung belaufen sich auf 3 000 Euro. Er hat ein Gutachten als Anlage mitgeschickt, aus dem hervorgeht, dass seine gesundheitlichen Probleme durch einen Inhaltsstoff verursacht wurden, der in dem Lebensmittelprodukt der Ernst Horstkötter GmbH enthalten war. Das Produkt sollte diesen Inhaltsstoff aber eigentlich nicht enthalten, er gelangte offensichtlich im Verlauf des Produktionsprozesses versehentlich in das Produkt hinein. Der Verbraucher verlangt nun von der Ernst Horstkötter GmbH, dass sie für die Kosten der Krankenhausbehandlung aufkommt. Darüber hinaus möchte er auch Schadenersatz dafür, dass er das betreffende Produkt nicht mehr verzehren kann, auch nicht, wenn es von anderen Herstellern stammt. Wenn er es nur sieht, wird ihm übel. Er behauptet, gemäß der „Richtlinie zur Produkthaftung“ der EU Anspruch auf Erstattung der Kosten für die Krankenhausbehandlung und darüber hinaus auf Schadenersatz für die erworbene Produktunverträglichkeit zu haben. Herr Seller kennt diese Richtlinie überhaupt nicht und bittet Sie, ihn in dieser Angelegenheit zu beraten.
Kompetenzen
Die/die Auszubildende/r ist in der Lage
- Informationen zum Europarecht zu finden, insbesondere zur „Richtlinie über die Haftung für fehlerhafte Produkte“
- die Sprache eines Gesetzestextes zu verstehen und relevante Informationen aus der Richtlinie herauszuziehen
- den Inhalt der Richtlinie in einer Sprache wiederzugeben, die sich an der Zielgruppe orientiert
- einen Bericht angemessenen zu strukturieren
- ihre Kenntnisse über die Richtlinie auf Situationen des realen Lebens zu übertragen.
Lerninhalte
Richtlinie des Rates vom 25. Juli 1985 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Haftung für fehlerhafte Produkte.
Aktivitäten/ Aufgaben
| Unterrichtsphasen, z. B.: | Aktivitäten Auszubildende/r | Aktivitäten Lehrer/in | Medien, Materialien, Hilfsmittel |
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Einstieg |
Liest die Ausgangssituation und die gestellten Aufgaben. |
Stellt die Ausgangssituation und die Aufgabenstellung vor. |
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Bearbeitung der gestellten Aufgabe |
Sucht Informationen zur „Richtlinie über Produkthaftung”
Entwickelt Beurteilungskriterien für den Bericht über
Produkthaftung.
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Bewertung
| Unterrichtsphasen, z. B.: | Aktivitäten Auszubildende/r | Aktivitäten Lehrer/in | Medien, Materialien, Hilfsmittel |
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Bewertung |
Bewertet den eigenen Kompetenzzuwachs. |
Gibt die eigene Bewertung für die Einzelleistung ab.
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Produkthaftung: Aufgabe 1 (Lösungen) Bewertungsbogen für |
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